Bausparkredit
Das Bauspardarlehen ist die konservativste Form der Eigenheimfinanzierung. Umso verwunderlicher sind oft die irreführenden Angebote und Werbungen von Bausparkassen mit Niedrigstzinssätzen, die entweder sehr theoretischer Natur sind oder sich nicht auf die Kreditsumme sondern auf die Vertragssumme beziehen. In Österreich gibt es 4 Bausparkassen mit teilweise sehr unterschiedlichen Finanzierungskonditionen.
In Niedrigzinsphasen sind die Kreditzinsen von Bauspardarlehen (bei guter Bonität) oft merklich höher als bei Bankkrediten. In Hochzinsphasen hingegen ist aufgrund der Besonderheit, dass sich die Baussparkassen ausschließlich über die Ansparverträge finanzieren, der Nominalzinssatz mit 6 % nach oben begrenzt. Maximal können pro Darlehenswerber 150.000,- EUR aufgenommen werden, gemeinsam mit dem Partner also 300.000,- EUR. Üblicherweise benötigt man für ein Bauspardarlehen einen zuteilungsreifen Bausparvertrag (Wartezeit mindestens 18 Monate und ein Guthaben von 30 bis 40 % des Kredits).
Wer keinen zuteilungsreifen Bausparvertrag hat und sofort finanzieren möchte, kann die Wartezeit mit einem Zwischenfinanzierung überbrücken. Diese Zwischenfinanzierung ist ein Bankkredit, der die gesamte Vertragssumme (also Kreditbedarf und Eigenmittel, die ja inzwischen auf einem Bausparvertrag liegen müssen) umfasst.
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